Unsere Stoffe

 

Was ist Walkloden/ Schurwolle?

Auf einen Winter folgt der nächste, so war es immer und wird immer so bleiben. Mittlerweile ist es für niemanden mehr ein Geheimnis, dass unsere winterliche Jahreszeit immer kälter wird. Doch was schützt einen im Winter vor beißender Kälte und sieht dabei auch modisch aus, liegt also auch im Trend? Die Antwort darauf ist ziemlich einfach. Die beiden – fast identischen – Naturstoffe Schurwolle und Walkloden sind die Lösung für die immer kälter werdende winterliche Jahreszeit.

Was ist Walkloden – Eine kleine Exkursion in die Vergangenheit

Als Loden bezeichnete man schon im Mittelalter grob gewebte Wolltücher. Der Begriff bezeichnete also nur das Ausgangsmaterial für den Walkloden. Walkloden dagegen bezeichnete einen gewalkten Loden, der anschließend weiterverarbeit werden konnte. Heute fallen alle Lodengewebe in die Bezeichnung Walkloden.

Den Bestandteil der Walkloden ist und bleibt die Wolle. Wegen seiner Regen – und Windundurchlässigkeit ist der gewalkte Stoff ein gutes Material für verschiedenartige und vor allem warme Kleidungsstücke.


Besonderheiten der Schurwolle

Die weichen Haare des Fells von beispielsweise Schafen oder Lämmern, bezeichnet man als Schurwolle. Schon im frühen Altertum war die Schurwolle ein wichtiger Bestandteil des Lebens. In der Kälte der nordeuropäischen Länder, war die Schurwolle unverzichtbar. So ist es also nicht verwunderlich, dass das Wort Wolle an sich in allen Sprachen – vor allem Nordeuropas – ihren Sprachgebrauch hatte.

Als ältestes Nutzungsgebiet der Schurwolle gilt aber Vorderasien. In den Bildwerken Mesopotamiens finden sich viele Hinweise darauf, dass die Schafzucht schon damals eine wichtige Lebensgrundlage darstellte. Spinnwirtel aus der Bronzezeit beweisen, dass die ersten sesshaften Menschen ihren Umgang mit der Wolle pflegten.

Man geht davon aus, dass Menschen der Urzeit zuallererst die Schafsfelle gegen die Kälte trugen. Doch nach und nach lernten sie die Möglichkeit kennen, das Haar der Schafe zu warmen Kitteln zu verarbeiten. Zwar weiß man nur relativ wenig über die Ausbreitung der Wolle in Europa, dennoch steht fest, dass die Schafzucht und die Nutzung der Schurwolle einen wichtigen Bestandteil im Leben der sesshaften Menschen bildete.

Wer sagt, dass Schurwolle und Walkloden altmodisch sind?

Viele Menschen – insbesondere junge – betrachten Kleidungsstücke aus Schurwolle oder Walkloden eher skeptisch. „Sachen aus Omas Kleiderschrank“, hört man nicht selten als Kommentar. Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Viele berühmte Modemarken kreieren in letzter Zeit gezielt Kleidungsstücke aus Schurwolle oder Walkloden. Denn Schurwolle hält nicht nur warm, sie kann noch vieles mehr. Als eines der nachhaltigsten Produkte in der Modebranche, zeugt es auch gleichzeitig von einer überragenden Qualität. Gut verarbeitete – also qualitative – Schurwolle kratzt nicht! Sie hält die Wärme, ist aber auch gleichzeitig atmungsaktiv. Der Trend heißt heute also : Kleidungsstücke aus biologisch nachhaltigen Stoffen, wie zum Beispiel Handschuhe aus Schurwolle. Also ran an die neuen Modetrends, die nicht nur stylisch, sondern auch nachhaltig sind!

Noch Fragen ?

Haben Sie noch Fragen ?

Get Support